So sind Radrennen manchmal
Montag, 25. März 2013
Foto: Roth

Liebe Radsportfreunde,

gestern fand mit Gent-Wevelgem nach Mailand-San Remo der zweite Klassiker bei eisiger Kälte statt. Unsere Taktik war so ausgelegt, dass zum Frieren allerdings keine Zeit blieb. Von Kilometer null an wurde Vollgas gefahren. In der ersten Gruppe (25 Mann) waren vier Jungs von uns mit dabei, darunter Sibi und ich. Nach dem ersten Anstieg waren wir dann ca. 50 Fahrer und vorne in der entscheidenden Gruppe war Jens Debuschere mit von der Partie.

Gar keine schlechte Ausgangsposition also für uns. Doch leider – so was passiert halt – hatte Jens einen Defekt und die Rennsituation war plötzlich eine ganz andere. Hinzu kam noch, dass Jürgen Roelands, ebenfalls nach einem Defekt, beim Radwechsel von einem Jury-Fahrzeug angefahren wurde. Zum Glück blieb das aber aber ohne schlimmere Folgen. Von nun an hieß es, die Ausreißer wieder einzuholen. Bei einer so großen und gut besetzten Gruppe war das leichter gesagt als getan, obwohl Sibi, Jens und Frederik Willems superstark gefahren sind.

Leider reichte es am Ende dann nicht ganz und für uns blieb Platz elf, den ich im Sprint der Verfolger holte. Nach all der Arbeit hätte die Mannschaft mehr verdient, doch so sind Radrennen manchmal.

Nun schauen wir nach vorne und hoffen vor allem auf mildere Temperaturen. Ab morgen geht es bei den Drei Tagen von De Panne darum wieder ein bisschen Motivation zu tanken, bevor am Wochenende mit der Flandern-Rundfahrt der nächste große Klassiker für uns ansteht, wo – soviel darf ich schon verraten – Jürgen Roelandts unser Kapitän sein wird.

Bis bald,
Euer André
 
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